Stadtkaufhaus an der Paulinenbrücke
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Kunst, Spenden und ein Praktikumsplatz

Die Kunstworkshops von „Arthelps“ bieten Menschen, vor allem Kindern, die Möglichkeit ihre Kreativität auszuleben. Um die Arbeit des Stuttgarter Vereins zu unterstützen hat das Gerber Geld gesammelt. Mit dem Betrag von insgesamt 2000 Euro können nun lokale Projekte in Stuttgart und Filderstadt unterstützt werden.

Die Kunstworkshops von „Arthelps“ bieten Menschen, vor allem Kindern, die Möglichkeit ihre Kreativität auszuleben. Um die Arbeit des Stuttgarter Vereins zu unterstützen hat das Gerber Geld gesammelt.  Mit dem Betrag von insgesamt 2000 Euro können nun  lokale Projekte in Stuttgart und Filderstadt unterstützt werden.

 „Soziales Engagement gehört zum Gerber. Da unterschreibe ich gerne.“ sagt Gerber Manager Kemal Düzel. In den Räumen des Vereins Arthelps übergab er einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an Geschäftsführerin und Arthelps Vorsteherin Yasemin Lupo. Das Geld wird die Organisation einsetzen, um die in regelmäßigem Turnus stattfindenden, lokalen Kreativworkshops mit Menschen aus Krisengebieten durchzuführen. Auch Najib aus Afghanistan war dabei: Nach einem Workshop fand er einen Praktikumsplatz bei dem Verein.

Spendenübergabe Gerber Arthelps 

Nationale und internationale Arbeit

Während eines Kurses im Gerber sammelte das Stadtkaufhaus Spenden unter Besuchern und rundete den Erlös großzügig auf. Werke im Stil der TapeArt sowie Arbeiten aus Beton oder Karton wurden anschließend verkauft. Neben den Aktionen in der Landeshauptstadt existieren groß angelegte Kunstprojekte in Brasilien, Südafrika und dem Irak.

 Spendenübergabe Gerber Arthelps

Praktikantenplätze für Flüchtlinge

Durch die Projekte wurde auch Najib auf den Verein aufmerksam. Der 23-Jährige kam aus Ghazni, circa 150 Kilometer von Kabul entfernt, nach Deutschland. Seine Familie ist noch dort, der Sohn sollte vorausgehen. Ob seine Angehörigen nachkommen dürfen, weiß er nicht. Zuhause hat er Kunst studiert, auch mit dem Grafikprogramm InDesign oder der Bearbeitungssoftware Photoshop kennt er sich aus. Einmal die Woche kommt er in die Büroräume des Vereins und arbeitet an der Gestaltung der Projekte mit. Er spricht noch gebrochen Deutsch, die Sprache der Computerprogramme kann er jedoch umstellen.

Heimweh hat Najib selten und wenn, nur weil ihm seine Familie fehlt. Deutschland findet er wunderbar. Am meisten mag er die vielen Möglichkeiten, die sich in Deutschland jedem Menschen bieten: sich weiterbilden etwa oder aus den vielen Berufen wählen; In Afghanistan keine Selbstverständlichkeit. Oft denke er darüber nach, warum aus seiner Heimat heute ein Ort geworden ist, an dem man nicht mehr leben kann.

Was ihn am meisten erstaunt hat? Najib muss nicht lange überlegen: die Inhalte von Kunst, Unterhaltung und Theater. Die seien vollkommen anders angelegt als daheim in Afghanistan. „Zuhause sollen beispielsweise Aufführungen die Menschen zum Nachdenken anregen oder auch zum Weinen bringen“, erzählt er. „In Deutschland sollen Stücke die Menschen eigentlich immer zum Lachen bewegen.“

Spendenübergabe Gerber Arthelps

Unterdessen bietet das Gerberviertel noch weitere Kunstprojekte für Kinder aus Krisengebieten: Am 22., 23. und 24. April wird unter der Regie des Theaters Labyrinth ein Musik- und Tanztheater-Projekt aufgeführt. Weitere Infos unter www.jes-stuttgart.de