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Happy Chinese New Year!

Vom 5. bis 11. Februar könnt ihr euch in unserer Genussmeile mit fernöstlicher Küche von Bamboo Garden einstimmen, am 16. Februar, also am Neujahrstag selbst, findet bei uns ein Drachentanz statt. Doch was steckt eigentlich hinter der Tradition aus Fernost?

In diesem Jahr feiern wir im Gerber ein besonderes Fest mit vielen spannenden Traditionen: Chinese New Year! Vom 5. bis 11. Februar könnt ihr euch in unserer Genussmeile mit fernöstlicher Küche von Bamboo Garden einstimmen, am 16. Februar, also am Neujahrstag selbst, findet bei uns ein Drachentanz statt.

Vorab wollen wir euch aber in die Fakten und Brauchtümer entführen, die hinter dem wichtigsten Feiertag in China, auch bekannt als Frühlingsfest, steckt. Sicherlich fragt ihr euch schon, warum man es ihn erst im Februar feiert. Berechnet wird das Datum nämlich nach dem traditionellen chinesischen Lunisolarkalender und fällt jedes Jahr auf einen Neumondtag zwischen dem 21. Januar und 21. Februar. In diesem Jahr haben wir vom 15. auf den 16. Februar eine Neumondnacht, somit beginnt am 16. Februar mit den Feierlichkeiten das neue Jahr – das Jahr des Erdhundes, das von den Tugenden Ehrlichkeit, Verschwiegenheit, Humor und Tempo begleitet wird.

 

Wo wird Chinese New Year gefeiert?

Dias chinesische Neujahrsfest wird vor allem in Ostasien und weltweit in Gebieten mit großen Anteilen Chinesen in der Bevölkerung gefeiert – auch in „Chinatowns“ großer Städte. Besonders spannend ist, dass das chinesische Neujahrsfest ein großes Familienfest ist: Zu den Feierlichkeiten findet jedes Jahr eine der größten regelmäßigen Migrationsbewegungen der Welt statt.

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Was passiert bei den Feierlichkeiten?

Im Grunde unterteilt sich das chinesische Neujahrsfest in verschiedene Abschnitte. Allein die Vorbereitungszeit beträgt bis zu zwei Wochen. Der komplette Wohnraum wird geputzt und mit roten Lampions und Papierbändern dekoriert. Rot steht in China für Glück, Freude und Wohlstand. Oft ist die Dekoration mit in schwarz geschriebenen Neujahrssprüchen beschriftet und an den Wänden werden goldfarbene Glückszeichen aufgehängt. Allgemein wird vor dem Neujahrstag alles neu gekauft, gestrichen, frisiert und eingekleidet. Folgende Tage sind allgemein für alle Feiernden, unabhängig von Religion oder Herkunft gültig:

  • Am letzten Tag des alten Jahres kommt die ganze Familie zu einem traditionellen Festessen aus Fisch und Hühnchen zusammen. Dabei wird nie aufgegessen, denn, etwas übrig zu lassen, steht für Wohlstand, der auch im neuen Jahr nicht aufgebraucht wird. Kinder werden mit Geldgeschenken in roten Umschlägen bedacht.
  • Kurz vor Beginn des neuen Jahres verlässt man das Haus und nimmt sinnbildlich die Spuren des alten Jahres mit nach draußen. Nach der Rückkehr öffnet man die Fenster, um das Glück des neuen Jahres hereinzulassen. Ab 23 Uhr geht es auch schon los mit einem großen Feuerwerk, das bis spät in die Morgenstunden dauert.
  • Am Neujahrstag selbst trifft man sich am Morgen, grüßt die Eltern mit einem Neujahrsgruß, ehrt und gedenkt den Vorfahren und verteilt rote Umschläge an die unverheirateten Familienmitglieder, die am Vorabend noch nicht beschenkt wurden. Diesen ersten Tag des neuen Jahres nutzen viele zum Shoppen, Freunde und um weitere Verwandte zu besuchen.
  • Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Familienfeste: Am zweiten Tag kehren verheiratete Töchter mit ihren Ehemännern zur Familie zurück und feiern dies mit einem großen Festmahl. Der dritte und vierte Tag gehört der großen Verwandtschaft – befindet sich unter diesen ein verstorbener Angehöriger, wird nicht das Zuhause, sondern die Ruhestätte des Verstorbenen besucht.
  • Der fünfte Tag beginnt mit einem Frühstück aus herzhaften Teigtaschen namens Jiaozi – sozusagen einer chinesischen Maultasche. ;)
  • Am siebten Tag ist der „Jedermanns-Geburtstag“, der im traditionellen China mehr galt, als der individuelle Geburtstermin eines Menschen.
  • Am 15. und letzten Tag wird schließlich das Laternenfest gefeiert und traditionell Tangyuan, süße Klebreismehlbällchen, gegessen. Außerhalb des Hauses werden Kerzen entzündet, um den Geistern der Vorfahren den Weg nach Hause zu leiten. Aus dem gleichen Grund geht man mit kleinen Laternen durch die Straßen. Vielleicht erinnert euch das an Helloween oder St. Martin.

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Was muss man noch wissen?

Glück und Unglück sind beim chinesischen Neujahrsfest neben der Familie das A und O. Deswegen gibt es wesentliche Dinge, die schon zu den Feierlichkeiten die Weichen für das neue Jahr stellen sollen. Wir haben die wichtigsten Bräuche dazu für euch zusammengefasst:

Glück bringt es,
  • rote Kleidung zu tragen.
  • Türen und Fenster zu öffnen, um das Glück herein zu lassen.
  • Lichter nachts brennen zu lassen, um dem Glück den Weg zu weisen und böse Geister zu vertreiben.
  • süße Mahlzeiten zu essen. Das soll das ganze neue Jahr versüßen.
  • das Haus zu putzen, damit das neue Glück schnell Platz findet.
  • am ersten Tag gutes Gutes oder Spaßiges zu tun, da sich das im ganzen Jahr widerspiegelt.
  • neue Hausschuhe im alten Jahr zu kaufen und ab dem ersten Tag des neuen Jahres zu tragen da man so Gerüchte hinter sich lässt.
  • die weißen Flecken eines chinesischen Glückshundes, bei uns auch bekannt als Pekinese in der Neujahrsnacht, zu berühren.
Unglück bringt es hingegen,
  • neue Schuhe während der Neujahrestage zu kaufen, da das Wort für Schuh im Chinesischen (鞋子, xiézi) wie das für „schlecht“ oder „böse“ (邪, xié) klingt
  • die Haare während der Festlichkeiten zu schneiden, da man den Wohlstand so direkt wieder „wegschneiden“ würde.
  • den Boden am ersten Tag zu kehren, da man dabei auch das Glück wegkehrt.
  • über Tote zu sprechen. Man behandelt sie eher wie Lebende und bezieht sie auch in den Besuchsreigen mit ein (siehe oben).
  • Bücher während der Festtage zu kaufen, da im Chinesischen „Buch“  (書/ 书, shū) ähnlich wie „Verlieren“ (輸 / 输, shū) klingt
  • weiße oder schwarze Kleidung anzuziehen, da Schwarz die Farbe des Unglückes und Weiß traditionell bei Beerdigungen getragen wird.

Und nun viel Spaß beim Entdecken einer facettenreichen Tradition aus Fernost bei uns im Gerber!

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